Wie Sport den Bartwuchs fördert

Sport kann den Bartwuchs fördern, was nicht zuletzt am Hormon Testosteron liegt. Genau genommen am Zwischenprodukt Dihydrotestosteron.

Schweiß. Dreck. Regelmäßige Übungen. Klebrige Kleidung. All das hat irgendwie mit Sport zu tun und ist wirklich nicht jedermanns Sache. Nicht jeder mag diese unbequemen Dinge, auch wenn Sie im gehobenen Alter durchaus sein müssen (IMHO). Was viele vielleicht nicht wissen ist, dass Sport nicht nur im Alter hilft, sondern auch dem Bartwuchs unter die Arme greifen kann. Wenn dein Bartwuchs Unterstützung in der Wachstumsphase braucht, solltest du Sport als Maßnahme in Erwägung ziehen. Bevor wir aber zum Thema Sport wandern, bekommst du hier einige Basics von mir.

Wie wachsen Barthaare?

Anatomie der Haut

Anatomy_of_the_skin.jpg: Wong, D.J. and Chang, H.Y. Skin tissue engineering (March 31, 2009), StemBook, ed. The Stem Cell Research Community, StemBook, doi/10.3824/stembook.1.44.1, http://www.stembook.org.
derivative work: Anka Friedrich

Barthaare gehören zur menschlichen Körperbehaarung. Der Bartwuchs liegt um den Mund herum, am Kinn, an den Wangen und am Hals. Barthaare unterscheiden sich von dem Kopfhaar. Gewöhnlich hat das Barthaar einen dickeren Schaft, ist starrer und meistens kürzer als das Kopfhaar. Haare erneuern sich ständig selbst. Somit unterliegt das Haar einem Zyklus. Es wird gebildet, wächst über einen gewissen Zeitraum und fällt aus. Dieser Zyklus wird schlicht „Haarzyklus“ genannt. Übrigens ist die Annahme, dass Barthaare schneller wachsen, wenn sie regelmäßig rasiert werden Blödsinn 1 2

Der Haarzyklus besteht aus drei Phasen:

  1. Anagenphase: In dieser Phase bilden sich eine neue Haarwurzel, aus der ein neues Haar entsteht. Dieser Phase kann mehrere Jahre dauern. Sie ist anhängig vom Alter, dem Geschlecht und der spezifischen Stelle. Haare in dieser Phase werden Papillarhaare genannt.
  2. Katagenphase: In dieser Phase wird die Zellproduktion von der Matrix eingestellt und der Haarfollikel wird am unteren Bereich enger. Dadurch löst sich das einzelne Haar von der Papille und verkümmert. Haare die sich in dieser Phase befinden werden auch „Beethaare“ genannt.
  3. Telogenphase: In diesem Zeitraum erneuert sich die Haarpapille und der Haarfollikel regeneriert sich. Die Matrix entsteht erneut und beginnt mit der Zellteilung, wodurch ein neues Haar entsteht. Ein Haar, dass sich in der Telogenphase befindet wird als „Kobenhaar“ bezeichnet

Hormone und Bartwuchs

Wie du vielleicht schon gehört hast, gibt es ein besonderes Hormon, welches den Bartwuchs maßgeblich beeinflusst. Die Rede ist vom Hormon Testosteron bzw. dessen kleinen starken Bruder Dihydrotestosteron kurz DHT.

Jetzt wird es wohl möglich etwas „technisch“ oder biologisch. Testosteron ist ein Androgen, also ein Sexualhormon und wird bei Männern (unter anderem) im Hoden produziert. Es hat Einfluss auf viele Bereiche des Körpers, so auch auf die Körperbehaarung, wozu auch dein Bart gehört. Obacht: Es hat keinen Einfluss auf die Kopfbehaarung3. Besagtes Dihydrotestosteron (DHT) ist ein Metabolit (also ein Zwischenprodukt) von Testosteron. Es wird in den Zielzellen durch ein Enzym namens 5-Alpha-Reduktase umgesetzt. Die Menge an DHT im Körper ist kleiner als die Menge an Testosteron, jedoch ist DHT wesentlich potenter. DHT sorgt für das Haarwachstum.

Das Testosteron-Paradoxon

Ja, Testosteron fördert aktiv den Bartwuchs. Bei Menschen mit genetisch bedingtem Haarausfall (Androgenetische Alopezie) kann DHT jedoch genau ins Gegenteil umschlagen. Die Ursache liegt dann bei der Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT bzw. einer gewissen DHT-Konzentration. Auf dem Schaubild oben siehst du ganz unten die Haarpapille. Sie ist für das Bartwachstum verantwortlich, da sie direkt mit den Blutkapillaren der Haut verbunden ist. Sie wird also dort mit allen nötigen Nährstoffen versorgt. Ebenfalls bindet sich dort das DHT. Wenn jemand nun eine bestimmte Form von Genen hat, verhindert DHT genau hier die Nährstoffaufnahme. DHT sorgt also nur bei Menschen mit gewissen Genen für Haarausfall.

Wie Sport deinen Bartwuchs unterstützt

Sport beeinflusst den Bartwuchs auf verschiedene weise. Er wirkt sich direkt auf die Haut aus, auf dein Barthaar, auf deinen Körper und zu guter Letzt auch auf deinen Hormonhaushalt. Der Schweiß reinigt die Poren der Haut von Schmutz, entsorgt abgestorbene Haus und Giftstoffe werden aus dem Körper geschwitzt. Vielleicht kennst du letzteres von einer Party. Oft verbreiten Partybesucher am nächsten Tag einen weniger angenehmen Geruch. Das kommt unter anderem davon, dass der Körper Giftstoffe (wie zum Beispiel Alkohol) aus dem Körper schwitzt. Durch regelmäßige Workouts mit entsprechendem Schweißniveau kannst du also dafür sorgen, dass Gifte aus dem Körper gespült werden. Der Körper kann nur volle Leistung bringen, wenn er gut trainiert ist und mit guter Energie, also gesundem Essen, gefüttert wird. Die verbesserte Durchblutung sorgt dafür, dass Nährstoffe oder Sauerstoff besser transportiert werden. Eine stärkere Durchblutung fördert das Haarwachstum.

Durch eine gesunde Ernährung und regelmäßiges Training wird die Produktion von Testosteron angeregt. Ein erhöhter Testosteronspiegel steht in direktem Zusammenhang mit deinem Bartwuchs. Vor einigen Jahren habe ich zusammen mit Marc Maslow ein 2-wöchiges Training besucht. Marc führt einen der erfolgreichsten Fitness Blogs in Deutschland. Wenn du also auf der Suche nach guten Übungen, Tipps zur sinnvollen Ernährung oder Tipps und Tricks bist, kann ich dir seine Webseite „marathonfitness.de“ wirklich ans Herz legen. Besonders interessant kann der Artikel „https://www.marathonfitness.de/testosteron-steigern/“ oder „https://www.marathonfitness.de/testosteronmangel-ursachen/“ sein. Solltest du also von nun an Sport machen, vergiss bitte nicht deinem Körper genug Vitamin D und Zink zu geben. Das sind zwei der Hauptbestandteile der Testosteronproduktion.

Der richtige Sport für dich

Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • Yoga
  • Bouldern
  • Thai-Boxen
  • Wandern
  • Schwimmen
  • Freeletics
  • Spinning
  • Mountain Bike fahren
  • usw.

Letztlich geht es immer um eines, den Spaß. Wenn Du aktiv im Sport bist, frage dich einfach mal „Macht mir das Spaß?“ oder „Ist das witzig?“. Wenn du beides mit „Nein“ beantwortest, denke darüber nach, was du ändern kannst.

Tracking

Starte von Anfang an mit der Aufzeichnung deiner sportlichen Aktivitäten. Nutze eine App oder einfach Stift und Papier. Trage nach deinem Training deine Ergebnisse ein. Wie weit bist du heute gelaufen, wie lange bist du mit dem Rennrad unterwegs gewesen oder wie viele Liegestütze hast du geschafft. Warum dieses Tracking? Das Aufzeichnen deiner Erfolge sorgt auf kurz oder lang dafür, dass dein neurochemisches Belohnungssystem anspringt. Das wiederum sorgt dafür, dass du mehr trainieren möchtest. Gehe zum Arzt und lass deinen Testosteronspiegel messen. Vielleicht in regelmäßigen Intervallen um die Veränderung zu sehen. Nutze die sozialen Medien, um deine Erfolge mit anderen zu teilen. Dabei geht es nicht nur um die Erfolge im Sport, sondern auch um die Erfolge in Sachen Bartwuchs. Soziale Interaktion und Ermutigung kann dich weiter motivieren. Ja es gibt Hater. Menschen, welche aus unterschiedlichsten Gründen andere mobben, anpöbeln oder beleidigen. Ein Tipp von mir: Ignoranz ist die höchste Form der Dominanz.

Dream big and start small

Dream big and start small. Ein wirklich oft zitierter Satz, den ich dir auch ans Herz legen möchte. Wenn du neu im Sport bist, starte klein. Feire auch deine kleinen Erfolge. Wie bereits gesagt, geh mit Leichtigkeit an die Dinge heran. Niemand will Verletzungen auf sich nehmen und mit den Erholungsphasen vielleicht wieder alles zerstören, was er bisher geschafft hat.

Deine Routine

Routinen sind oft das A und O. So auch hier. Einfache Veränderungen werden nach ca. 21 Tagen zur Routine. Größere Veränderungen brauchen eher 66 und mehr Tage. Baue dir einen festen Plan für deinen Sport. Ich erledige einen Teil meines Programms direkt morgens. Mein Kollege Stephan gab mir mal den Tipp direkt nach dem Zähneputzen Liegestütze zu machen. Funktioniert super. Ebenfalls mache ich einige Kniebeugen, Situps und Yoga. Danach geht es unter die Dusche und natürlich wird der Bart mit unserem Bartöl gepimpt. Ganz ehrlich, die Minze und Orange nach der Dusche am Morgen ist einfach der Wachmacher schlechthin. Entwickle eine Routine. Es muss nicht direkt am ersten Tag alles perfekt laufen. Eine Routine darf wachsen. Wenn du mehr über die Routine am Morgen wissen willst, kann ich dir das Buch Miracle Morning von Hal Elrod (*Affiliate-Link) empfehlen.

Bartöl zum Bartwachstum

Unser Bartöl enthält unter anderem Pfefferminze und Jojobaöl. Beides rein natürliche Stoffe, welche den Bartwuchs fördern können. Dazu gibt es bereits Studien 4, welche allerdings an Tieren durchgeführt wurden :(. Wir sorgen dafür, dass unsere Rohstoffe frei von Tierversuchen sind.

Einzelnachweise


 

 

  1.  Yelva L Lynfield, Peter Macwilliams: Shaving and Hair Growth. In: Journal of Investigative Dermatology. 55, 1970, S. 170–172, doi:10.1111/1523-1747.ep12280667
  2. Christoph Drösser: Rasieren nutzlos. auf: ZEIT online. Wissen. 25. März 1998.
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Haarausfall
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4289931/
Rabe & Fuchs Pierre Fey

Pierre ist Gründer und Inhaber der im Jahr 2017 gegründeten Rabe & Fuchs GmbH.


Share this post
  , ,


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.